Martina & Amri – Winterhochzeit in den Merian Gärten

Die erste Hochzeit des Jahres ist immer etwas besonderes. Und diese Hochzeit war für mich als Fotografin doppelt speziell. Martina & Amri hatten nämlich ursprünglich gar nicht vor, eine Hochzeitsfotografin zu engagieren. Dann aber sah Martina meine LinkedIn Seite knapp 2 Wochen vor der Hochzeit und hat mich kontaktiert. Ich liebe spontane Aufträge, und da die Hochzeit im Januar stattfand, war das Datum zum Glück auch problemlos machbar.

Das Brautpaar hat die ganze Hochzeitsfeier selber organisiert. Die Feier fand in der Orangerie der Merian Gärten in Basel statt, ganz unkompliziert mit Feuerschalen vor dem Gebäude, einem DJ für die Party und typisch schweizerischem Raclette. Ja, Raclette an einer Hochzeit ist ungewöhnlich, aber es passte super zu den Beiden. Von der Feier selber wollte das Brautpaar keine Fotos, auch nicht von der Zeremonie im Standesamt, lediglich ein paar Brautpaarfotos draussen in den Gärten vor der Orangerie. Dafür hatten wir insgesamt eine Stunde reserviert.

Die Gärten kenne ich in und auswendig, es war für mich also kein Problem, so kurzfristig die richtigen Locations für die Fotos zu planen. Knifflig war nur die Jahreszeit, da im Winter die Gärten nicht ganz so bunt blühen wie sonst. Ich wohne aber nicht weit weg von den Gärten, und so bin ich mit meiner Kamera vorbeigefahren und habe die diversen Spots auf ihre Wintertauglichkeit getestet.

Am Tag der Hochzeit war das Wetter dann richtig winterlich und typisch für Basel in dieser Jahreszeit: kalt, grau und trüb und es fielen immer mal wieder ein paar Tropfen Regen. Das ganze indoor zu verlegen war so kurzfristig keine Option und auch nicht gewünscht vom Brautpaar. Martina & Amri liessen sich aber von dem Wetter nicht unterkriegen und waren top motiviert. Kälte? Egal! Nass? Dafür gibts ja zwei paar Schuhe – eines zum laufen und eines zum fotografieren.

Gespannt wartete ich vor der Orangerie auf die beiden, die direkt vom Standesamt im eigenen Auto zur Orangerie vorfuhren, leicht später als geplant. Ganz nebenbei muss hier noch erwähnt werden, dass die Braut am Hochzeitstag im 7. Monat Schwanger war, was ihrer Energie und Power aber keinen Abbruch tat.
Die Braut hat zusammen mit ihren beiden Kindern die ganze Tischdekoration und Sitzordnung und einfach alles selbst geplant und angefertigt. Da die Gäste dann auch schon bald auftauchen würden, musste diese Deko vor dem Shooting natürlich erst noch auf die Tische gebracht werden. Die eingeplante Stunde für die Brautpaarfotos schrumpfte so minütlich vor sich hin. Das Brautpaar war aber weiterhin super entspannt und gelassen und scherzte fröhlich miteinander.

Und dann konnten wir loslegen, Jacke an, Wechselschuhe an, schöne Schuhe unter den Arm und los. Wir hatten alles in allem noch knapp mehr als 30 Minuten für die Fotos und die haben wir genutzt. Zum Glück lagen die geplanten Fotolocations alle nah beieinander. Also zackig los zu Location 1, die am weitesten weg war, dann der Wechsel zu Location 2 und danach näher an die Orangerie zu Location 3. Und zuletzt reichte es sogar noch für ein paar Fotos zusammen mit den Kindern in der Orangerie selber.

Wenig Zeit für ein Outdoorshooting mit Platzwechseln und das noch im Winter bei trübem Wetter ist eine Herausforderung. Man muss schnell arbeiten, darf aber die Details dennoch nicht aus den Augen lassen und muss die Ruhe bewahren. Ein grosser Aufbau von Lichtern oder Blitzsystemen liegt da natürlich auch nicht drin, somit musste ein aufgesetztes Speedlight reichen. Wir haben aus dem ganzen das Beste gemacht und es kamen doch sehr schöne Fotos heraus.

Und das Brautpaar? War stets entspannt, glücklich und fröhlich. Mit Sicherheit war die Hochzeitsfeier danach ebenfalls ein voller Erfolg.

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